Landesmeisterschaft 2005 in Zeltweg

Karl Resch ist Landesmeister 2005!

Zeltweg war vom 31.März bis 2.April der Austragungsort der diesjährigen Landesmeisterschaft der steirischen Film- und Videoamateure. Wegen der großen Anzahl der eingereichten Beiträgen (38 Nennungen) und vor allem wegen deren Länge sah sich der Veranstalter, der Film- und Videoclub Aichfeld gezwungen, diesmal schon am Donnerstag mit den Filmvorführungen zu beginnen. Das Volksheim bot einen sehr geeigneten Rahmen, die Mitglieder des durchführenden Clubs organisierten unter der Leitung von Karl Resch eine rundum gelungene Veranstaltung, leider wurde ihr Einsatz durch den nur mageren Besuch nicht belohnt.

Die Qualität der eingereichten Filme war ansprechend, wenngleich nicht von höchstem Niveau. Die technischen Möglichkeiten des Mediums Video finden in einer durchwegs sauberen Gestaltung der Beiträge ihren Niederschlag, leider tritt dabei die Kreativität und die filmische Gestaltung (Dramaturgie, Schnitt etc.) etwas in den Hintergrund. Eher unangenehm waren einige Videos, die von ihrer Machart eher als Auftragsfilm oder Nachahmung professioneller Beträge anzusehen waren, denn als Werke kreativ tätiger Videoamateure für einen Filmwettbewerb.

Die 5-köpfige Jury: Christa Wolfrum, Peter Pipal, Ernst Thurner, Erich Riess und meine Wenigkeit (Michael Moor) hatte vornehmlich die Aufgabe, jene Filme heraus zu finden, die sich für die Teilnahme an der Staatsmeisterschaft qualifizieren konnten. Dazu ist mindestens eine Silbermedaille mit einem Abstimmungsergebnis von 4:1 erforderlich. Schlussendlich schafften diese Hürde neun Filme, die die Steiermark bei der Staatsmeisterschaft des VÖFA in Fieberbrunn in Tirol vertreten werden. Die Jury vergab 2 Goldmedaillen (beide verdientermaßen an Filme des veranstaltenden Clubs), 11 Silber- und 17 Bronzemedaillen, den Rang der Anerkennung gibt es ja bekanntlich nicht mehr. Der Naturfilm „Wo Krabbenspinnen jagen“ von Karl Resch erhielt einstimmig den Titel eines Landesmeisters 2005. Neben einem klaren dramaturgischen Aufbau und hervorragenden Großaufnahmen besticht der Film vor allem auch durch seine musikalische Gestaltung.

Von den sechs Beiträgen unseres Clubs konnten sich 2 für die Staatsmeisterschaft qualifizieren. „Fliegende Gedanken“ von Gernot Heigl bekam schon in der ersten Abstimmung eine klare Silberne zuerkannt, positiv erwähnt in der Diskussion wurden die Idee, der gute Einklang von Bild und Text und der konsequente und in diesem Falle auch adäquate Einsatz der Computertechnik. Unser Clubmeisterfilm „Gedanken zur Vergänglichkeit“ von Wolfgang Kohlroser erhielt neben der Silbermedaille den Sonderpreis für eine bemerkenswerte Kameraführung, die gute Motivwahl und die Verstärkung der Aussage durch die Kamera wurden von der Jury lobend erwähnt, Längen im Film wirkten sich negativ auf den Gesamteindruck aus. Knapp verfehlt hat Horst Schimeczek mit seinem Beitrag „Nur ein Kreuz“ die Qualifikation zur Staatsmeisterschaft, eine Silbermedaille gab es aber jedenfalls. Die weniger guten Innenaufnahmen stellen einen Bruch zu den hervorragenden Landschaftsaufnahmen dar, die Rolle der jungen Frau ist ebenso unklar wie zu wem die erzählende Frau eigentlich spricht, argumentierte die Jury in ihrer Begründung. Bronzemedaillen erhielten von unserem Club „Ägypten, Impressionen einer Reise“ von unserem Clubleiter Klaus Klimisch, „Stille“ von Albert Moor und „Wenn Gedanken fließen“ von Wolfgang Kohlroser.

Michael Moor