Dieter Pochlatko zu Gast in unserem Club

Dieter Pochlatko zu Gast in unserem Club

Gernot Heigl berichtet von einem besonderen Clubabend.

Für den Clubabend am 20 April ist ein besonderer Coup gelungen: Johannes Neumann konnte über Vermittlung von Peter Leskoschek den Eigentümer der Produktionsfirma EPO-Film, Herrn Komm. Rat Dieter Pochlatko, im Club begrüßen. Er ist erfolgreicher Produzent vieler bekannter und preisgekrönter Spiel- und Dokumentarfilme, wie z.B Atmen von Karl Markovics oder Meine Schwester Maria mit Maximilian Schell (in Wikipedia sind 56 Titel angeführt).

Dieter Pochlatko schilderte uns in humorvoller Weise, wie er eigentlich zwangsweise nach dem Tod seines Vaters, der EPO-Film gegründet hatte (EPO = Erich POchlatko), sozusagen über Nacht, noch als Student der Germanistik und Romanistik, die Firma übernehmen musste. Das Besondere daran war, dass der Firmensitz in Graz und nicht Wien war, eine Novität. Denn damals wurden Filme noch im 35mm Negativ-Material gedreht. Daher musste jede belichtete Filmrolle in die Entwicklungsanstalt nach Wien geschickt werden, ebenso befanden sich dort das Kopierwerk und natürlich hauptsächlich auch jene Stellen, bei denen es galt, Subventionen für Filmprojekte aufzutreiben. Herr Pochlatko erzählte uns, wie schwierig es war und ist, interessante Themen zu finden, die wert sind, erfolgreich produziert zu werden.

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Mystery & Fantasy Filmfestival 2017

Mystery & Fantasy Filmfestival 2017

Dieses Themenfestival ist ein VÖFA-Sonderwettbewerb und findet am 25. März 2017 im Stadtkino von Ternitz statt.

Gezeigt werden 4 Filme von Jugendlichen unter 15 Jahren, die separat gewertet werden. Danach, in 3 weiteren Blöcken, 19 Filme im regulären Bewerb. Dann, während sich die Jury zur internen Besprechung zurückzieht, sehen wir noch 4 Filme in einem Nostalgieblock. Diese Filme sind im Mystery und Fantasy Filmfestival 1981 schon gezeigt worden.

Der Kinobetreiber hat den roten Teppich für die Besucher ausgerollt und der Saal ist über den ganzen Tag hinweg voll Zuschauer, unter ihnen auch viele Autoren der gezeigten Filme. VÖFA Präsident Peter Glatzl, der die Hauptlast der Vorbereitung des Festivals getragen hat, führt persönlich durch das Programm. Am Anfang will die Fernbedienung ihren Dienst nicht tun, aber schnell ist ein Vorführer gefunden und das Festival läuft danach ohne technische Probleme ab. Durch den guten Ton und die schöne Projektion, kommt echtes Kinofeeling auf. Einzig SD-Filme die im Zeilensprungverfahren (interlaced) gedreht wurden, sehen durch die Projektion auf die große Fläche nicht so gut aus.

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Landesmeisterschaft 2017 in Kapfenberg

Landesmeisterschaft 2017 in Kapfenberg

Dieter Leitner ist Landesmeister 2017!

Toller Erfolg für unseren Club: Bei der Steirischen Landesmeisterschaft der Filmautoren in Kapfenberg hat unser Club hervorragend abgeschnitten. Wir waren mit 9 Beiträgen beim Wettbewerb vertreten und alle Filme erhielten eine Medaille, 6 davon haben sich für die Staatsmeisterschaft in Kufstein im Juni qualifiziert!

Freitag, 17. März 2017: Wir sind auf dem Weg nach Kapfenberg zur Landesmeisterschaft. Da Susanne erst mittags von der Arbeit weg gekommen ist, sind wir spät dran und sehen vom ersten Film leider nur mehr das Ende.

Soweit wir das noch mitkriegen handelt „Kripperl Roas 2016“ von Emmerich Schaden von einer Reisegruppe, die sich an unterschiedlichen Orten Weihnachtskrippen, ja ganze Krippenausstellungen anschaut. Die Nahaufnahmen sind schön aber leider wird viel gezoomt und geschwenkt. Auch ist unklar, ob es sich um eine Reisereportage oder eine Krippendokumentation handeln soll.

Danach sehen wir den Minutenfilm von F.Mairegger, J.Sbaschnigg und H.Schimeczek. Die Pointe von „Erwartung“ sitzt und das Publikum ist amüsiert.

Der nächste Film ist ein Musikvideo. „Nu Renegade“ von Florian Pochlatko zeichnet sich durch tolles Licht und eine gute Kamera aus. Viele Gläubige stehen in einem Raum. Vor der verklärten, durch seine Anwesenheit verzückten Menge steht ihr Sektenführer und performt den Song. Die Charaktere sind gut gecastet und es wird viel mit Zeitlupen gearbeitet. Das Video macht einen professionellen Eindruck und erhält nicht umsonst Gold und den Sonderpreis für eine bemerkenswerte Regie.

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Im Gedenken an Albert Moor

Im Gedenken an Albert Moor

Unser Ehrenpräsident im 92. Lebensjahr verstorben – ein Nachruf von Gernot Heigl

Unser Ehrenpräsident und langjähriger Klubleiter Albert Moor hat uns für immer verlassen, wenngleich, trotz Trauer aller, vor allem seiner Familienmitglieder, es für ihn als eine – vor allem in den letzten Monaten – Erlösung von seiner Krankheit empfunden werden muss. Was für uns alle bleibt, sind viele positive Erinnerungen an einen liebenswürdigen, gutherzigen Menschen.

Albert Moor wurde am 2. 7. 1925 in Indija, nahe Belgrad, im einstigen Königreich Jugoslawien geboren, sein Vater war Möbelfabrikant. Nach der deutschsprachigen Grundschule in Indija und Besuch der Mittelschule in Novi Sad, übersiedelte er 1941 nach Graz, um dort die Handelsakademie zu besuchen. Damals schon lernte er seine spätere Frau Gerlinde kennen. Albert musste mit seinen Eltern im Zuge der Kriegsereignisse im Herbst 1944 nach Wien fliehen und wurde dann in den letzten Kriegsmonaten zur deutschen Wehrmacht eingezogen.

Ein Ereignis prägte ihn fortan: Er bekam von seinem Vater zur Matura eine Eumig C4-Filmkamera geschenkt, mit der er sogleich Aufnahmen vom kriegsbeschädigten Wien machte. Nach Kriegsende übersiedelte Albert wieder nach Graz und wohnte im Haus der Eltern seiner Gerlinde, die er 1950 heiratete. Er stieg in den KFZ – Betrieb seiner Schwiegermutter ein und leitete später einen Betrieb für Handel mit und Reparatur von Autokühlern. Das Ehepaar Moor bekam zwei Kinder, Michael und Gabriele und baute sich ein Haus in Graz am Neufeldweg.

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Clubmeisterschaft 2017

Clubmeisterschaft 2017

Dieter Leitner ist Clubmeister 2017!

Ein trauriges Ereignis überschattete den Beginn der Veranstaltung:
Unser langjähriger Clubleiter und Ehrenpräsident Albert Moor war am Vortag im 92. Lebensjahr verstorben. Ihm wird in Kürze ein eigener Beitrag gewidmet sein.

Rudi Bischoff, in Vertretung von Johannes Neumann, begrüßte pünktlich um 15:15 Uhr alle Anwesenden und als besonderen Gast den VÖFA Präsidenten, Herrn Peter Glatzl, der einleitend in einer kurzen Ansprache dem Verstorbenen gedachte und im Besonderen die Verdienste und Auszeichnungen von Albert Moor für den österreichischen Amateurfilm würdigte.

Michael Moor erklärte zu Beginn, dass er sich die Teilnahme an der Veranstaltung und den Juryvorsitz wegen des Ablebens seines Vaters wohl überlegt hätte, betonte aber, dass es ganz sicher in seinem Sinne gewesen wäre, alles wie vorgesehen, abzuwickeln. Dann erklärte er den Ablauf der Veranstaltung. Zur Clubmeisterschaft 2017 sind 12 Nennungen eingegangen, die Vorführreihenfolge wurde bereits beim Clubabend am 2. Februar ausgelost. Es folgte das Austeilen der Bewertungsblätter für den Publikumspreis an die 19 anwesenden Clubmitglieder, auch 23 Gäste waren gekommen (Gesamtbesucherzahl 42!). Den Hauptanteil stellte die im Western-Look erschienene Gruppe, die das Team Leitner/Bochmetz/Geier/Dušek bei ihrem Film „Dry West“ unterstützt hatte.

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